[Update 2017-08-04] Mining lohnt sich für mich nicht mehr

I habe meinen PC gemessen und er verbraucht etwa 160 Watt, wenn die GPU auf 50 % Stromverbrauch gesenkt ist. Das ist mehr als gedacht. Im aktualisierten Link unten kann man sehen, dass die Gewinne SEHR marginal sind. Das ist auch der steigenden Schürf-Schwierigkeit geschuldet, die vom Netzwerk gesteuert stetig steigt.

Deswegen werde ich aufhören zu schürfen, sobald ich erneut 0,1 ETH im Pool erzeugt habe. Das sollte morgen oder übermorgen der Fall sein.

Bis jetzt habe ich in ca. 46 Tagen 0,2 ETH geschürft, welche heute in etwa 37 € wert ist. Da ich meine Zeiten nicht protokolliert habe, kann ich nicht berechnen, wie viel Strom dafür benutzt wurde.

Originaler Artikel

Viele Blockchains sind so ausgelegt, dass die Verifizierung von Transaktionen per Proof of Work stattfindet, also die Bestätigung einer Arbeit. Die Arbeit ist hier die Erzeugung von unzähligen Prüfsummen (Hashes). Findet man den passenden Hash, wird man belohnt. Das private Schürfen (Mining) geht mit einer oder mehreren Spieler-Grafikkarten. Man wandelt quasi Strom in Coins um. Das Netzwerk legt die Schwierigkeit zur Erzeugung der Hashes fest. Daher lohnt es sich nicht mehr, z. B. Bitcoins selbst zu schürfen, da die Stromkosten die erzeugten BTC übersteigen. Bei Ethereum sieht es wiederum anders aus, siehe die Rechnung hier:

https://www.cryptocompare.com/mining/calculator/eth?HashingPower=18.6&HashingUnit=MH%2Fs&PowerConsumption=160&CostPerkWh=0.33

Mining Hardware

Meine Geforce GTX 1060 3 GB OC, die ich eh zum Spielen vorher hatte, schafft in etwa 18,6 MH/s (Megahashes pro Sekunde). Ich gehe in der Rechnung von einem geschätzten Stromverbrauch von 140 W pro Stunde aus. Eine exakte Messung reiche ich nach. Bei mir kostet die KW/h 29 Eurocent (33 Dollarcent). Würde ich meinen PC dauerhaft damit laufen lassen, bringt mir das zum Stand Juli 2017 etwa 17 EUR Profit pro Monat ein. Das schwankt natürlich sehr stark mit dem aktuellen ETH Preis – der hoffentlich bald wieder nach oben geht. Als 1 ETH am höchsten Punkt mit 350 € war, wären das 84 € Gewinn im Monat.

In der Praxis blockiert das Schürfprogramm aber Youtube und Windows fühlt sich sehr träge an, so dass ich es kaum laufen lasse, wenn ich davor sitze. Manche haben außerdem Probleme unter Windows und müssen auf Linux ausweichen. Auch sollen wohl bestimmte Treiberversionen besser sein, was bei mir kein Problem war. Ich habe einfach den neusten von Nvidia installiert.

Ein weiteres Übertakten der Grafikkarte, die vom Hersteller aus schon höher taktet, hat bei mir keinen Geschwindigkeitsvorteil gebracht und hat mein System sehr instabil gemacht. Das Schöne an der GTX 1060 ist, dass sie selbst bei Vollast flüsterleise bleibt. Aktuelle AMD Grafikkarten bieten ein noch besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, falls man welche bekommt.

Schürfen im Pool

Zum Mining benutze ich ethminer-0.9.41-genoil-1.1.9, Anleitungen gibt es z.B. bei heise.de oder bei ethereumpool.co. Gemeinsam mit anderen in einem Pool zu Schürfen hat den Vorteil, dass man bei einer niedrigen Schürfleistung regelmäßig ausgezahlt wird: Bei diesem Pool ab 0,1 ETH und nicht erst ab ca. 5 ETH, wenn man selbst einen ganzen Block schafft. Weiterhin bekommt man eine Statistik. Der Pool verlangt jedoch eine Gebühr von 1 %.

ethminer

Als ich am 20.06.2017 angefangen habe, sind die 0,1 ETH zu 22,62 € nach etwa 18 Tagen erreicht worden. Dabei habe ich wie oben beschrieben ethminer meist nur gestartet, wenn ich auf der Arbeit war oder Nachts.

Wie klappt so das Schürfen bei euch? Lasst es mich im Kommentar wissen!

 

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