Es gibt viele Möglichkeiten, Bitcoins und andere Coins einzukaufen. Heise.de hat kürzlich einen Artikel über bitcoin.de gebracht, was meines Erachtens nach eher abschreckt, da es kein echter Exchange ist sondern nur ein Handelsplatz für Käufer und Verkäufer. Sprich, man muss erst einen Verkäufer finden, den die entsprechende Menge an Coins verkaufen will und man muss dessen Preis akzeptieren. Sehr viel einfacher geht es mit richtigen Börsen, bei denen man nicht mit einem Verkäufer, sondern mit dem eigentlichen Marktwert handelt.

Mein Schwerpunkt liegt dabei deutlich im seltenen Einkauf und Verkauf, da ich “nur” investiere und die Seiten (noch) nicht zum Bezahlen im Onlinehandel nutzen will. Dennoch bietet Coinbase genau das als Feature an, in dem es Links zu BTC Adressen verknüpfen lässt. Wichtig ist mir aber der einfache Umgang mit dem Wechsel von Coins gegen Euro, was bei meiner Auswahl unten gegeben ist.

Mehr Überblick über Alternativen gibt es bei CryptoCompare und auf https://www.bestbitcoinexchange.io/. Achte darauf, dass der Austausch in Euro angegeben ist.

Auch muss man bei der Wahl des Handelsplatz beachten, dass es hier schwarze Schafe gibt. Bestes Beispiel dafür war Mt.Gox, welche mit den Bitcoins der Nutzer verschwunden ist. Daher ist es essentiell sich möglichst seriöse Anbieter auszusuchen, aber noch viel wichtiger ist es, dort keine Coins und kein Geld auf dauer liegen zu lassen. Mehr dazu im Bereich Wallets. Weiterhin habe ich schon Berichte über andere Börsen gelesen, dass manche Seiten einzelne Transaktionen blockieren – wobei ich hier natürlich nicht sagen kann, ob die berichtenden Nutzer etwas unanständiges vor hatten.

 

Coinbase.com* (BTC, ETH, LTC)

Wenn du meinen Link benutzt, bekommen wir beide ab einem Umsatz von 89 € etwa 8 € in Bitcoins geschenkt!

Der wahrscheinlich größte Exchange derzeit. Das merkt man deutlich an der Professionalität der Seite. Der Sitz ist in San Francisco, die SEPA Überweisungen gehen allerdings wegen der Euro-Zone nach Estland. Das interessanteste war der Registrierungsprozess: Man muss seine Identität vollständig offen legen, inklusive Hochladen des Personalausweises. Wer sich im Dark Net illegale Waren beschaffen will, ist hier definitiv an der falschen Adresse – und das finde ich super. Vorbei ist das Image der Underground-Währung, willkommen beim Banking der Zukunft.

Die Freischaltung meines Kontos hat nur paar Minuten gedauert, das ist sehr erfreulich. Jedoch hatte ich ein Problem mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung: Diese wurde ohne Rückfrage mit Authy aktiviert, obwohl ich dort nicht angemeldet bin. Also habe ich die Wiederherstellungsfunktion von Authy angestoßen, was absichtlich einen Tag dauert. Solange konnte ich mich nicht bei Coinbase einloggen. Im Nachhinein hätte ich eventuell einfach die Authy-App auf mein Smartphone installieren können, vielleicht hätte das geklappt. Wenn man sich das erste mal anmeldet, muss man zusätzlich den Code aus der App eingeben. Das ist immer erforderlich, wenn man Geld bzw. Coins an eine andere Adresse sendet, was das Ganze sehr sicher macht.

Da das Aufladen des Kontos mit Kreditkarte 3% extra kostet, benutze ich SEPA Überweisungen. Um SEPA freizuschalten überweist man einen Eurocent, das hat über ein Wochenende 2 Tage gedauert. Die Überweisung von 500 € für meine erste Investition hat unter der Woche nur etwas mehr als 12 Stunden in Anspruch genommen.

 

Bitstamp.net (BTC, XRP)

Bei der Verifikation muss man neben dem Perso noch einen Nachweis über den Wohnort erbringen. Bei letzterem sind sie sehr pingelig: Es muss ein Dokument sein, welches die eigene Anschrift zeigt und nicht älter als 3 Monate ist. Meine Internetrechnung wurde abgelehnt weil sie zu alt ist. Eine neuere Internetrechnung habe ich nicht versucht, da dort mein Arbeitgeber der Empfänger ist. Meine Handyrechnung wurde gar nicht akzeptiert. Einen Bankauszug, meine gelbe Steuerübersicht und eine Steuererstattung wollte ich nicht hochladen, da mir das zu privat ist.

Nach ein paar Tagen und mehreren Versuchen hatte ich dann Erfolg mit einem aktuellen Schreiben meiner Stadt zum Aufruf eines Bürgerentscheids.

Abgesichert ist das Konto mit Google Authenticator (2FA).

Die Überweisung von 100 € war am nächsten Tag gut geschrieben.

Shapeshift.io

Jetzt habe ich Bitcoins, Litecoins, Ether, und Ripple. Aber wie kommt man an DASH?

Um mich nicht an noch einer Börse anzumelden, habe ich die Dienste der Schweizer ShapeShift.io benutzt: Hier kann man verschiedenste Kryptogelder in andere tauschen. Das kostet natürlich etwas. Aber ich denke, es wäre sogar ein paar Euro billiger gewesen, wenn ich mir bei Coinbase zuerst die ganzen 500 € in Bitcoins umgewandelt hätte und nicht dort in einer zweiten Transaktion Litecoins gekauft hätte.

Äußerst praktisch ist es, dass der Dienst direkt in mein Wallet Exodus integriert ist: Mit ein paar Mausklicks waren 3.82995021 LTC (100,38 € am 14.6.2017) innerhalb von einer Minute in 0,64841605 DASH getauscht. Gekostet hat der sogenannte Spread 1,795 %, also ca. 1,94 €. Der Spread ändert sich von Minute zu Minute und ist in der Regel zwischen ein bis drei Prozent.

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